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Erste Adresse für Barrierefreiheit im eigenen Zuhause

Die Wohnung, die in jungen Jahren perfekt zur Lebenssituation passt, ist für den Alltag im Alter unter Umständen nicht mehr optimal. Die Funktionalität und Nutzbarkeit, schwerpunktmäßig des Sanitärbereichs und der Treppen, sind dann den besonderen Bedürfnissen des Alters anzupassen. Oft kann man hier schon mit ganz einfachen Mitteln viel erreichen, um zum Beispiel dem Sturzrisiko vorzubeugen. Die Wohnberatung des DRK-Kreisverbandes Ravensburg unter Leitung von Theresa Adam liefert Vorschläge zur individuellen Wohnraumanpassung.

Hilfsmittel erleichtern den Alltag: Theresa Adam, Leiterin der DRK-Wohnberatung, zeigt eine Fenstergriffverlängerung, mit der schwerzugängliche Fenster geöffnet und geschlossen werden können.

Altersgerechte bauliche Maßnahmen im Sanitärbereich sind oft mit entsprechend hohen Kosten verbunden, wie Wohnberater Nikolaus Schuhmacher unterstreicht. Der Partner von Christine Meinke hat von der Pflegekasse einen Zuschuss für die Wohnumfeldverbesserung erhalten.

„Am häufigsten werden wir wegen des Sanitärbereichs angefragt“, berichtet Theresa Adam. Die Diplom-Pflegewirtin koordiniert die Wohnberatung, die im Auftrag des Landkreises Ravensburg vom DRK-Kreisverband Ravensburg durchgeführt wird. Die zehn geschulten ehrenamtlichen Berater haben seit dem Start der Wohnberatung im Januar 2017 etwa 90 Hausbesuche im Landkreis Ravensburg durchgeführt. Dabei schätzen die Fachleute ein, welche Veränderungen im Alltag helfen können. So sorgen rutschhemmende Fliesen, Haltegriffe und Klappsitze für ein sicheres Gefühl bei nassen Oberflächen und hohen Wannenrändern. Ideal ist natürlich der Einbau einer bodengleichen Dusche. „Durch die Anpassungsmaßnahmen soll die Pflege erleichtert oder der Unterstützungsbedarf durch eine Hilfsperson reduziert werden“, erklärt Theresa Adam.

Hürden im Alter

Mit zunehmendem Alter nehmen Beweglichkeit und Trittsicherheit ab. An der Treppe erhöhen dann griffige Treppenbeläge und ein zweiter Handlauf die Sicherheit. Haltegriffe, ein Handlauf und Nachtlichter mit Bewegungsmeldern im Flur können beim nächtlichen Toilettengang helfen.

Beratung orientiert sich an Beeinträchtigung

Im günstigsten Fall machen sich die Bewohner frühzeitig Gedanken über Anpassungen. Doch in der Realität handelt es sich etwa nach einem Schlaganfall häufig um einen kurzen Zeitraum, in dem eine Wohnung für die Pflege umgestaltet werden muss, damit die Versorgung weiterhin im gewohnten Umfeld erfolgen kann. Eine Beratung ist immer eine ganz individuelle Angelegenheit, betont Theresa Adam. Die möglichen Anpassungen orientieren sich nicht nur an den baulichen Gegebenheiten, sondern vor allem an den Ressourcen und dem aktuellen und zu erwartenden Unterstützungsbedarf der Ratsuchenden.

DIN-Normen berücksichtigen

Wohnungsanpassungen, die in Eigenleistungen erbracht werden, sind häufig förderfähig. Wer sie erbringen will, bekommt von den Beratern auch Infos zu DIN-Vorgaben, etwa für die Installation einer Rampe oder eines zweiten Handlaufs. Nach der Beratung zu Hause erhält jeder Ratsuchende einen ausführlichen Bericht mit Vorschlägen und Lösungsansätzen zur Anpassung des Wohnraumes. Die Berater zeigen darin häufig verschiedene Varianten zur Anpassung auf.

Finanzierung von Wohnungsanpassungen

Bei baulichen Anpassungen stellt sich immer die nicht unwesentliche Frage nach den Kosten. Die Berater geben Infos über Finanzierungsmöglichkeiten etwa über die Pflegekasse und die KfW-Bank. Die ehrenamtliche Wohnberatung wird aus Mitteln der gesetzlichen Pflegeversicherung unterstützt.

Nähere Informationen:

Wohnberatung des DRK-Kreisverbandes Ravensburg, Theresa Adam
Telefon 0751 56061-55, theresa.adam@rotkreuz-ravensburg.de Neben den individuellen Beratungen informiert Theresa Adam auch in Vorträgen über das umfassende Thema.

23. November 2018 15:17 Uhr. Alter: 25 Tage