Zum Gedenken an den Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant, fand in Heiden (Schweiz) am Bodensee eine feierliche Gedenkveranstaltung statt. Henry Dunant, der Vordenker des humanitären Völkerrechts und Initiator der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, verbrachte seine letzten 18 Lebensjahre in Heiden, wo er im Jahr 1910 verstarb.
Das Henry-Dunant-Museum richtet traditionell an seinem Todestag eine Gedenkfeier auf dem Dunantplatz aus. Nach dem feierlichen Läuten der „Peace Bell“ vor dem Museum zogen die Teilnehmenden in einem stillen Fackelmarsch zum Mahnmal auf dem Dunantplatz. Dort wurden Kränze niedergelegt und in einer würdevollen Zeremonie der humanitären Idee Henry Dunants gedacht. Anschließend lud die Gemeinde Heiden zu einer traditionellen Gerstensuppe mit Brot in den Kursaal ein.
Unter den Teilnehmenden befanden sich in diesem Jahr auch zahlreiche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler aus Deutschland. Allein 39 Mitglieder aus den Ortsvereinen Mochenwangen, Ravensburg, Vogt, Waldburg, Weingarten und Altshausen nahmen an der Gedenkfeier teil, standen mit Fahnenabordnungen Spalier, trugen Fackeln und legten im Namen des Deutschen Roten Kreuzes einen Kranz am Mahnmal nieder.
Mit der jährlichen Gedenkfeier würdigt die internationale Rotkreuzbewegung das Vermächtnis ihres Gründers, dessen Ideen bis heute Millionen Menschen weltweit zu humanitärem Handeln inspirieren.

