· Pressemitteilung

Großes Interesse an Seminarangebot des DRK-Kreisverbandes Ravensburg zur Krisenvorsorge

Foto: DRK-Kreisverband Ravensburg e.V.
Gemeinsam auf der Suche nach möglichen Krisensituationen: DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Krayss mit Interessierten beim Seminar für Krisenvorsorge.
Foto: DRK-Kreisverband Ravensburg e.V.
Gemeinsam auf der Suche nach möglichen Krisensituationen: DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Krayss mit Interessierten beim Seminar für Krisenvorsorge.
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Patrick Richter (links), Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes Ravensburg, stellt zusammen mit DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Krayss verschiedene Apps vor, die im Krisenfall nützlich sind.

Am Anfang ist man immer auf sich selbst gestellt.

In Deutschland gibt es 160 000 ausgebildete Katastrophenhelfende sowie funktionierende Hilfsketten getragen von diversen Hilfsorganisationen, die in Krisensituationen greifen. Dennoch ist auch die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger in schwierigen Situationen gefragt. Das Thema heißt daher: Notvorsorge. Wie sie geht, zeigt das zweistündige Seminar, das der DRK-Kreisverband Ravensburg kostenlos anbietet. Das Thema stößt auf großes Interesse, wie auch die 1500 Menschen zeigen, die das spannende Angebot bereits nutzten.

Eigenverantwortung gefragt

„Am Anfang ist man als Bürgerin und Bürger immer auf sich selber gestellt bis Hilfe kommt. Immer!“, untermauert DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Krayss die Notwendigkeit, privat auf Krisensituationen vorbereitet zu sein. Bis im Krisenfall die Hilfe durch den Katastrophenschutz anspringt und flächendeckend wirkt, braucht es seine Zeit. Er empfiehlt den Kursteilnehmenden nicht nur eindringlich, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, sondern auch in den eigenen vier Wänden vorbereitet zu sein. 

Notgepäck und Vorsorge

Notfälle und Katastrophen haben viele Gesichter: Es kann der Sturz beim Joggen im einsamen Waldgebiet genauso sein wie ein Verkehrsunfall, Gefahrenlagen wie Unwetter und Hochwasser sind keine Ausnahmen, ebenso ist die starke Rauchentwicklung wegen eines Großbrandes oder eine Gaswolke aus einer Produktionsstätte nicht unrealistisch. Muss ein Wohnviertel in diesen Fällen evakuiert werden, bleibt nur wenig Zeit, Notgepäck zusammenzustellen. Daher lautet die Empfehlung, einen Notfall-Rucksack griffbereit zu haben. Und zwar für jedes Familienmitglied einen eigenen. Ihn zu füllen, ist grundsätzlich individuell. Hinein gehören aber definitiv persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material, ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio, Verpflegung für zwei Tage, Bargeld in kleineren Scheinen, Hygieneartikel. 

Vorsorgen zu Hause

Ein Stromausfall kann auch die Region Bodensee-Oberschwaben treffen. Sind beispielsweise die hier ansässigen Rüstungsunternehmen Ziel eines Angriffs auf das Stromnetz, geht flächendeckend „das Licht aus“, wie Krayss verdeutlicht. Zu Hause geht dann kein Kühlschrank, keine Heizung, keine Toilettenspülung, kein PC mehr. Auch die Tür am Supermarkt bleibt verschlossen. Dann braucht es einen „intelligenten“ Vorrat zu Hause. Genügend Wasser nicht nur zum Trinken und Kochen, sondern auch für die Hygiene. Neben geeigneten Essensvorräten sollten Lichtquellen wie Kerzen oder Stirnlampe sowie stromunabhängige Kommunikationsmittel griffbereit sein. Krayss hebt noch einen anderen wichtigen Punkt hervor: die Solidarität. „Schließen Sie sich zusammen, machen Sie einen Treffpunkt aus“, empfiehlt er. Eine Struktur hilft im Notfall nicht nur, informiert zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen, sondern setzt einem möglichen Durcheinander etwas entgegen. Zur Vorsorge gehört auch, sich zu informieren, wo der kommunale Treffpunkt ist. Denn das Rathaus ist es mit Sicherheit nicht, weil dort dann der Krisenstab eingerichtet ist.

Umfangreiche Seminarinhalte

Krayss erläutert unter anderem, wie die Alarmierung im Krisenfall funktioniert, thematisiert das Notfallregister für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, erklärt die Dokumentenmappe, verrät welche Apps neben der NINA-Warn-App nützlich sind und zeigt bei Bedarf, wie den Teilnehmenden auch, wie man sie installiert und nutzt. Dann hält er seinen Schlüsselbund in die Höhe und zeigt daran hängende kleine Helfer, die im Alltag ebenso wie im Krisenfall dienlich sein können: ein kleiner USB-Stick mit wichtigen persönlichen Dokumenten, das Supertool Trillerpfeife, mit der man in einer schwierigen Situation auf sich aufmerksam machen kann. 

Weitere Infos zum Thema Krisenversorge:

Umfangreiche und detaillierte Informationen zu den Themen Notfall-Rucksack, Stromausfall, Dokumentenmappe, Alarmierung und vielen mehr, Erklärvideos sowie Seminartermine finden Interessierte auf der Homepage des DRK-Kreisverbandes Ravensburg: 

https://www.drk-rv.de/angebote-kurse/krisensituationen/krisenvorsorge.html

Das nächste Seminar „Notvorsorge, Selbsthilfe und Blackout“ findet am 25. März 2026 von 18 bis 20.15 Uhr, in der Ulmer Straße 95, Ravensburg statt. 

Weitere nützliche Infos, Broschüren und Checklisten gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (kurz BBK): www.bbk.bund.de