Besonders im Alter oder bei Krankheit ist es ein großes Anliegen: Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Ein Hausnotruf, wie ihn der DRK-Kreisverband Ravensburg in unterschiedlicher Ausführung anbietet, kann diesen Wunsch unterstützen. Er gibt nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen Sicherheit. Das DRK bietet eine Vielzahl von Lösungen und berät vorab ausführlich.
Auf dem Tisch vor Christian Neusch sind acht verschiedene Geräte aufgestellt. Er verantwortet als Leiter der Sozialen Dienste beim DRK-Kreisverband Ravensburg das umfassende Thema Hausnotruf. Die ansehnliche Auswahl findet er wichtig, damit jeder Kunde und jede Kundin für die persönlichen Bedürfnisse und Gegebenheiten ein passgenaues Gerät auswählen kann.
Die Auswahl reicht von rein stationären Hausnotrufgeräten, die mit dem analogen Telefonanschluss oder der Telefonanlage verbunden werden, über Geräte mit eigener SIM-Karte, die das Mobilfunknetz nutzen, bis hin zu kombinierten Systemen, die sowohl zu Hause als auch unterwegs im öffentlichen Raum eingesetzt werden können. Auch Lösungen mit mehreren Verbindungsmöglichkeiten sind verfügbar. Hinzu kommen Geräte, die einer Smartwatch ähneln, sowie Modelle, die vollständig digital eingerichtet und gewartet werden können. Auch Systeme für zwei Personen, beispielsweise Ehepartner, stehen zur Verfügung.
Zusätzliche zweckmäßige Funktionen
Manche Hausnotrufgeräte können einen Hilferuf per Sprache erkennen und einen Notruf auslösen. Andere verfügen über einen Sturzsensor, der bei einem erkannten Sturz automatisch Hilfe anfordert. So ist ein Notruf auch dann möglich, wenn Betroffene den Knopf nicht erreichen oder nicht mehr selbst drücken können.
Einige Modelle verfügen zusätzlich über eine CO₂-Ampel, die mit farblichen Signalen über die Raumluftqualität informiert und ans Lüften erinnert. Ein unaufdringliches Signal kann außerdem regelmäßig zum Trinken anregen. Gerade im Alter ist das hilfreich, wenn das Durstgefühl nachlässt. Neusch hebt dabei den präventiven Ansatz hervor: Solche unktionen können gesundheitsfördernde Gewohnheiten im Alltag unterstützen, bevor eine Notfallsituation entsteht.
Auch bei der Gestaltung gibt es eine größere Auswahl: Manche Hausnotrufgeräte haben ein modernes, unauffälliges Design. Handsender sind in verschiedenen Farben und ansprechenden Ausführungen erhältlich, sodass sie nicht sofort als Notrufgerät erkennbar sind. Je nach Modell verfügen sie zusätzlich über eine automatische Sturzerkennung.
Weiterentwickelte Technologie
Auch die Lautsprecher und Mikrofone haben sich bei vielen Geräten verbessert. Im Notfall ist das entscheidend: Die Person in Not und die Hausnotrufzentrale müssen sich gut verständigen können, um die Situation zuverlässig zu klären. Bei mobilen Geräten liegt es in der Verantwortung der Nutzer, dass der Akku verlässlich geladen wird, damit das Gerät auch im Ernstfall zuverlässig arbeitet. Welche Lösung zu den persönlichen Bedürfnissen passt, lässt sich am besten gemeinsam mit Angehörigen abwägen. Bei der Entscheidung unterstützt das Technikteam des DRK. „Die Beratung beim DRK orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und ist extrem gut“, lobt Neusch seine Mitarbeitenden. Sie beraten auf Wunsch in der eigenen Wohnung.
Zuverlässiges Netzwerk im Hintergrund
Damit sich die derzeit fast 1.600 Nutzer auf das Hausnotrufsystem verlassen können, steht im Hintergrund ein gut organisiertes Netzwerk. Beim derzeitigen Digitalisierungsprojekt, das ebenfalls Christian Neusch verantwortet, werden die zentralen Abläufe digitalisiert und zusammengeführt. Systeme werden vereinheitlicht, um Schnittstellen und so auch mögliche Fehlerquellen zu minimieren. Das DRK, sein Technikteam und die Hausnotrufzentrale verfügen damit über denselben aktuellen Datenstand. Die Rettungsleitstelle erhält im Einsatzfall die erforderlichen und relevanten Informationen. Welche Daten hinterlegt sind, wird mit den jeweiligen Kunden beim Vertragsabschluss festgelegt.
Hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit
„Am Ende bieten wir eine sehr hohe Flexibilität“, so Neusch. Die wird beim DRK nicht nur bei der individuellen Auswahl der Geräte großgeschrieben: Auch die Beratungstermine mit dem eigenen Technikteam werden flexibel vereinbart und auf die zeitlichen Möglichkeiten der Teilnehmenden abgestimmt. Die technische Rufbereitschaft und der Notdienst sorgen zudem dafür, dass die Nutzer auch bei technischen Problemen zuverlässig Unterstützung erhalten. „Wir können ein Hausnotrufsystem in den eigenen vier Wänden innerhalb von wenigen Tagen in Betrieb nehmen“, erklärt Neusch. So lässt sich auch kurzfristig zusätzliche Sicherheit schaffen.
Informationen zum Hausnotruf des DRK:
Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die Pflegekassen die Kosten für einen Hausnotruf oder beteiligen sich daran. Welche Lösung geeignet ist und ob eine Kostenübernahme infrage kommt, klärt das DRK in einer persönlichen Beratung und kümmert sich auf Wunsch auch gleich um die Antragstellung. Nähere Infos rund um den Hausnotruf erhalten Sie bei Christian Neusch, Soziale Dienste, DRK-Kreisverband Ravensburg: Telefon 0751 56061-68; christian.neusch(at)rotkreuz-ravensburg(dot)de
