Vielerorts werden bereits zur Mittagszeit Temperaturen von über 30 Grad Celsius erreicht. Zum Wochenende rechnen Meteorologen sogar mit Spitzenwerten von mehr als 35 Grad Celsius. Was viele Menschen mit Sommer, Freibad und Urlaub verbinden, bedeutet für zahlreiche Menschen ohne klimatisierte Räume eine erhebliche Belastung. Insbesondere ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder sowie chronisch Kranke leiden unter den Auswirkungen der aktuellen Hitzewelle. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Hitze jedoch deutlich besser bewältigen.
„Viele Menschen denken bei Rettungsdecken ausschließlich an Notfälle und Erste Hilfe. Dabei eignen sie sich auch hervorragend als kostengünstiger und unkomplizierter Hitzeschutz für Wohn- und Geschäftsräume“, erklärt Gerhard Krayss, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Ravensburg. Werden sie mit der silbernen Seite nach außen auf der Außenseite von Fenstern angebracht, reflektieren sie einen großen Teil der Sonneneinstrahlung. Dadurch wird die Aufheizung von Innenräumen deutlich reduziert, während weiterhin Tageslicht in die Räume gelangt.
Wichtig ist, dass die Rettungsdecke außen am Fenster angebracht wird. Nur so wird die Sonnenstrahlung bereits vor dem Eindringen in das Gebäude reflektiert. Eine Anbringung auf der Innenseite ist deutlich weniger wirksam.
Rettungsdecken sind bereits für weniger als fünf Euro im Baumarkt, im Handel, in Apotheken oder online erhältlich. So bleibt der Inhalt des Erste-Hilfe-Kastens für Notfälle vollständig erhalten.
Die Befestigung erfolgt unkompliziert mit Klebeband am Fensterrahmen. Nach der Hitzeperiode lässt sich die Rettungsdecke wieder rückstandslos entfernen. Sie kann bei Bedarf mit einer Schere auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden. Das Konzept eignet sich gleichermaßen für Wohnungen, Büros, Kindertageseinrichtungen und andere Gebäude.
Weitere Empfehlungen des DRK-Kreisverbandes Ravensburg
In den frühen Morgen- und späten Abendstunden lüften. Tagsüber Fenster, Vorhänge und Rollläden möglichst geschlossen halten.
Ausreichend trinken – bevorzugt Wasser oder ungesüßte Tees. Nicht erst trinken, wenn Durst auftritt.
Leichte und helle Kleidung tragen. Helle Stoffe reflektieren die Sonnenstrahlen besser als dunkle.
Sonnenschutz verwenden und auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten.
Körperliche Anstrengungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
Besonders auf ältere, alleinlebende oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen achten.
Für Abkühlung sorgen, beispielsweise durch lauwarme Fußbäder, feuchte Tücher oder kalte Umschläge.
Kinder und Tiere niemals im Auto zurücklassen – auch nicht für wenige Minuten.
Im Notfall schnell handeln
Treten Beschwerden wie Schwindel, starke Erschöpfung, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Verwirrtheit auf, sollten Betroffene umgehend aus der Hitze gebracht, mit Flüssigkeit versorgt und gegebenenfalls der Rettungsdienst über den Notruf 112 verständigt werden.
